FUER-digital. Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht mit Tablets

Von Dr. Simon Hassemer  und Tobias Rodemerk

Das Lernen und Lehren mithilfe digitaler Medien wird in allen Fächern kontrovers diskutiert, so auch – und vielleicht besonders – im Geschichtsunterricht. Erst jüngst hat Christoph Pallaske hierzu eine Übersicht verfasst und nicht nur die (überschaubare, wenn auch bereits zwanzigjährige) Geschichte des digitalisierten Geschichtsunterrichts, sondern vor allem die aktuellen Diskussionen und mögliche zukünftige Entwicklungen desselbigen, beleuchtet (Pallaske 2017). Pallaske identifiziert eine große Gruppe von Lehrern jenseits reaktionärer Ablehnung auf der einen und naiver Fortschrittsgläubigkeit auf der anderen Seite, die der Nutzung digitaler Medien offen gegenüberstehen und dabei gleichzeitig der Ansicht sind, dass sich die „Prinzipien und Prozesse des Lernens, Verstehens und der Aneignung von Kompetenzen nicht unbedingt grundlegend ändern.“ (Pallaske 2017: 10). Wenn hier von einer Adaptierung des 2000 entwickelten FUER-Modells für digitale Lernumgebungen die Rede ist, dann gehören wir genau zu dieser Gruppe.

Wer sich mit dem FUER-Modell und dem Unterricht mit digitalen Medien auskennt, dem ist möglicherweise das mBook ein Begriff, ein digitales Geschichtsbuch, das auf den geschichtsdidaktischen Prinzipien des FUER-Modells aufbaut (nicht zufällig sind sowohl Modell als auch Buch in Eichstätt entstanden). Da das mBook leider noch nicht als Schulbuch zugelassen ist und momentan nur für die Sekundarstufe I fertiggestellt ist, waren für den Workshop „FUER digital“, den Tobias Rodemerk und ich am 19. Januar 2017 am Landesinstitut für Schulentwicklung in Stuttgart veranstalteten, andere, selbst zusammengestellte digitale Hilfsmittel und Materialien notwendig, um den teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen nahe zu bringen, wie kompetenzorientierter Geschichtsunterricht nach dem FUER-Modell mit digitalen Hilfsmitteln möglich ist.

Hierzu haben wir uns gefragt, wie man die im FUER Modell genannten Kompetenzen mit Apps unterstützen könnte. Das nachfolgende Modell soll Impulse geben, den Sprung in eine neue Lehr und Lernkultur zu wagen und aufzeigen, wie der Geschichtsunterricht mit digitalen Anwendungen ergänzend begleitet werden kann.

Modell FUER digital

 

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